Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich, Vertragsgegenstand, Begriffsbestimmungen
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Vertragsbeziehungen zwischen der 022 Media UG (haftungsbeschränkt), Am Eschengrund 7, 83135 Schechen (nachfolgend „Auftragnehmer“) und ihren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“), soweit diese Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen.
1.2. Gegenstand der Verträge ist die Bereitstellung von dediziertem Webspace (Hosting) sowie die fortlaufende Wartung und technische Instandhaltung von Websites, insbesondere WordPress-Installationen, durch den Auftragnehmer. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Einzelvertrag zwischen den Parteien.
1.3. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Diese AGB gelten auch dann, wenn der Auftragnehmer in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen AGB abweichender Bedingungen des Auftraggebers die Leistung vorbehaltlos ausführt.
2. Zustandekommen des Vertrages
2.1. Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.
2.2. Ein Vertrag kommt mit der schriftlichen Annahme eines Angebots des Auftragnehmers durch den Auftraggeber oder mit der Leistungserbringung durch den Auftragnehmer zustande.
3. Leistungen des Auftragnehmers
3.1. Hosting-Leistungen: a) Der Auftragnehmer stellt dem Auftraggeber Speicherplatz auf einem dedizierten Server zur Verfügung. Die konkreten technischen Spezifikationen ergeben sich aus dem Einzelvertrag. b) Der Traffic ist unbegrenzt (Richtwert: 25.000 monatliche Besucher). Bei dauerhafter Überschreitung oder Störung der Serverstabilität behält sich der Auftragnehmer Anpassungsmaßnahmen oder Paket-Upgrades vor. c) E-Mail-Server sind nicht Bestandteil der Hosting-Leistung. d) Der Auftragnehmer darf den Infrastruktur-Anbieter wechseln, sofern Standards gewahrt bleiben. e) Der Auftraggeber ist in der Regel für die Domain-Konfiguration selbst verantwortlich.
3.2. Wartungs- und Instandhaltungsleistungen: a) Monatliche Updates von CMS (WordPress), Plugins und Themes, sofern technisch kompatibel. b) Bei Problemen dient ein Backup der letzten Nacht als Wiederherstellungsgrundlage. c) Es werden 5 manuelle Backups (Start bei Go-Live) sowie nächtliche automatische Backups erstellt. d) Wiederherstellung erfolgt i.d.R. innerhalb von 24h nach Meldung und Zugangsgewährung.
3.3. Support und Erreichbarkeit: a) Technischer Support für Hosting und Wartung während der Geschäftszeiten (Mo–Fr, 08:00–17:00 Uhr, ausgenommen Feiertage in Bayern). b) Die Reaktionszeit (SLA) beträgt 48h an Werktagen, 72h am Wochenende. c) Einfache Hilfe bei Inhaltspflege ist inkludiert; Designänderungen oder Fehlerbehebung durch Fremdeingriffe werden separat vergütet.
4. Pflichten des Auftraggebers
4.1. Vollständige und korrekte Bereitstellung aller erforderlichen Daten und Zugänge. 4.2. Geheimhaltung der Zugangsdaten. Keine Haftung des Auftragnehmers für Missbrauch durch Dritte (außer bei Vorsatz/Grobfahrlässigkeit). 4.3. Verantwortlichkeit für Rechtskonformität der Inhalte (Urheberrecht, DSGVO etc.) sowie Freistellung des Auftragnehmers von Drittansprüchen. 4.4. Verbot rechtswidriger oder schädlicher Inhalte (Viren, Pornographie etc.). 4.5. Bei Verstößen ist der Auftragnehmer zur sofortigen Sperrung oder Löschung berechtigt.
5. Vergütung und Zahlungsbedingungen
5.1. Alle Honorare verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. 5.2. Die Vergütung ist zu Beginn des Abrechnungszyklus im Voraus fällig. 5.3. Zahlung per Banküberweisung oder SEPA-Lastschrift. Kosten für Rücklastschriften trägt der Auftraggeber. 5.4. Zahlungsverzug & Leistungssperre: Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage ab Rechnungsdatum. Befindet sich der Auftraggeber im Verzug, ist der Auftragnehmer nach vorheriger Androhung berechtigt, die Leistungen einzustellen und den Zugriff auf die Website sowie die Hosting-Umgebung zu sperren (Offline-Schaltung), bis alle Forderungen ausgeglichen sind. Der Vergütungsanspruch bleibt während der Sperrung bestehen. Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden (z. B. Umsatzverlust, SEO-Einbußen), die aus einer berechtigten Sperrung resultieren. 5.5. Jährliche Preisanpassungen (z.B. Inflationsausgleich) sind möglich. Bei Erhöhungen über 10 % p.a. steht dem Auftraggeber ein Sonderkündigungsrecht zu.
6. Eigentumsvorbehalt und Nutzungsrechte
6.1. Alle erbrachten Leistungen (Webdesign, Programmierungen, Layouts etc.) bleiben bis zur vollständigen Erfüllung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsbeziehung im Eigentum des Auftragnehmers.
6.2. Die Einräumung der erforderlichen Nutzungsrechte erfolgt ausdrücklich erst mit der vollständigen Zahlung der vereinbarten Vergütung. Eine Nutzung vor vollständiger Zahlung ist jederzeit widerruflich.
6.3. Im Falle eines Zahlungsverzuges ist der Auftragnehmer berechtigt, die Einräumung der Nutzungsrechte zu widerrufen und die Nutzung der Leistungen (insbesondere den Betrieb der Website) mit sofortiger Wirkung zu untersagen.
7. Haftung und Gewährleistung
7.1. Unbeschränkte Haftung bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. 7.2. Bei einfacher Fahrlässigkeit Haftung nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden. 7.3. Haftungsbegrenzung für Vermögensschäden auf die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung (300.000 €). 7.4. Keine Haftung für Datenverluste, die durch zumutbare lokale Datensicherungen des Auftraggebers hätten vermieden werden können. 7.5. Keine Haftung bei höherer Gewalt, Ausfall von Drittnetzen oder Hackerangriffen.
8. Datenschutz
8.1. Einhaltung der DSGVO gemäß der Datenschutzerklärung unter https://022.eu/datenschutz/. 8.2. Abschluss einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) nach Art. 28 DSGVO auf Anfrage des Auftraggebers.
9. Schlussbestimmungen
9.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. 9.2. Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist der Sitz des Auftragnehmers (Schechen/Rosenheim), sofern der Auftraggeber Kaufmann oder juristische Person des öffentlichen Rechts ist. 9.3. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung oder eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Stand: Februar 2026